Yakzucht und Yakfleisch

Der Yak, ursprünglich beheimatet im tibetischen Hochland, in Indien, China bis zur Mongolei, wird seit einiger Zeit auch in Europa in kleinen Herden gezüchtet. Der Yak ermöglicht den Menschen in Zentralasien die Besiedelung kargester Gebiete. Er ist vielseitig nutzbar als Fleisch-, Milch-, Woll-, Leder- und Energielieferant, aber auch als Arbeitskraft. Das Leben der Nomaden wäre ohne Yaks unvorstellbar. Bei uns wird der Yak in erster Linie zur Fleischgewinnung gehalten, und gelegentlich werden Jungtiere an andere Betriebe zur Nachzucht verkauft.

Die Haltung der Yaks gestaltet sich relativ einfach, da diese sehr genügsam sind und eine ganzjährige Weidehaltung bevorzugen. Im Winter wird nur mit Heu zugefüttert. Bedingt durch die rauen Lebensumstände des Yaks wächst dieser gegenüber dem normalen Hausrind zwar langsamer, er ist aber viel robuster und widerstandsfähiger als normale Rinder.

Das Fleisch weist hinsichtlich der Farbe und Zusammensetzung gegenüber dem Rind einige Besonderheiten auf: Es verfügt über einen hohen Myoglobingehalt, der die scharlachrote Farbe bedingt. Es zeichnet sich durch seinen hohen Protein- und Vitamingehalt aus, zwischen den Muskelfasen die deutlich stärker als beim Rind ausgeprägt sind, ist wenig bis gar kein Fett eingelagert. Das Fleisch hat ein gutes Wasserbindungsvermögen, dies hat einen positiven Einfluss auf den Geschmack, die Zartheit und den Nährstoffgehalt des Fleisches. Yakfleisch ist aromatischer als Rindfleisch, sein Geschmack ist angenehm und gleicht Wildfleisch, ist sehr cholesterinarm und reich an Spurenelementen.